Der Weg zu meiner Ernährung

Hier siehst du mich in meiner Küche stehen. Natürlich beim Kochen. Gar nicht leicht kochen und Selfie knipsen.

Von der flexiblen Allesesserin zur Veganerin.

Ich habe mein WARUM gefunden!
Ich verfolge seit längerer Zeit den Podcast von Claudia Renner „Friede, Freude, Süßkartoffel“. Ihre herzliche Art aus ihrem Leben zu erzählen erfreut mich jedes Mal, wenn ich mit dem Auto auf den Weg zum Kindergarten bin oder nach Hause fahre.

Sie erzählt über ihre Gründe, warum sie Veganerin wurde. Doch nun zu mir. Vor einigen Jahren wurde ich bereits mit Veganismus konfrontiert. Damals war es meine Nichte, die aus Überzeugung auf Fleisch und weitere Tierprodukte verzichtete. „Hut ab“ sag ich da nur. Denn den Aufwand, den sie für die Zubereitung ihrer veganen Mahlzeiten betrieb, war weit weg von meiner Wunschvorstellung. Ich koche sehr ungern und wenn, weil es notwendig ist, und es muss schnell gehen … damals … also bis vor vier Wochen … ungefähr.

Der Fleischtiger an und für sich war ich noch nie (soweit ich mich erinnern kann). Also Großteiles war ich vegetarisch unterwegs. Um genau zu sein … Flexitatrisch, nennt sich das, wenn du sehr wenig Tierprodukte isst, jedoch auf sehr gute Qualität achtest.

Ja und dann kam der Podcast und die Folge mit den Milchkühen. Ich lebe ja Wand an Wand mit einem Milchkuhbauern. Und da erlebe ich mindestens 2-3x im Jahr (bitte jetzt nicht mich an der Anzahl festnageln) die Situation, wenn die jungen Kälber von ihren Mamas getrennt werden. Dieses nächtelange Gemuhe voller Trennungsschmerz. Bis jetzt war es einfach nur nervig, weil ich nicht schlafen konnte bei diesem Lärm. Jetzt wenn ich dran denke, zerreißt es mir das Herz. Warum? Weil ich die Perspektive gewechselt habe. Weil ich mir das ganze jetzt halt mal genauer angeschaut habe. Mich damit auseinandergesetzt habe.

„Danke“ möchte ich an dieser Stelle meiner jüngsten Tochter sagen, die irgendwann ganz unbewusst mit der Aussage: „Mama, hast schon mal den Kaffee mit Sojamilch getrunken? Das ist voll lecker“, den Funken entzunden hat

Tja und nach einigen Recherchen habe ich mich dazu entschlossen vegan(er) zu werden. Nicht im Sinne von … jetzt bin ich vegan, sondern wie kann ich mein Leben veganer gestalten. Das geht natürlich nicht von heut auf morgen. Denn Erstens habe ich noch jede Menge Tierprodukte im Kühlschrank, die mir bis jetzt doch sehr gut schmeckten und zweitens habe ich eine Allesesser–Familie zu Hause. Und das höchste Gebot im Yoga heißt „Ahimsa“ (nicht verletzen). Also, warum sollte ich jetzt meiner Familie und meinen Freunden vor den Kopf stoßen und sie mit meinem Verzicht verletzten. Und das noch vor den Weihnachtsfeiertagen … das geht doch nicht. Bei all den kulinarischen Bemühungen.

Nun aber zurück zu MEINEM WARUM.

Aus Gründen des Tierschutzes, des Umweltschutzes und der Gesundheit.

Im Internet gibt es viele Berichte, Studien und Plattformen, wo du genau nachlesen kannst. Das würde hier den Rahmen sprengen. Gerne packe ich dir ein paar Links dazu, die mich beschäftigt haben. Also, du siehst es sind mehrere Gründe und die Reihenfolge stellt keine Wertigkeit dar.

Hier noch eine Definition zu Veganismus.

WIE wurde ich jetzt vegan(er)?

Meine erste Aufgabe … ich hab mal den Kühlschrank-Check gemacht. Ich habe mich mal damit auseinandergesetzt, welche tierischen Produkte bei uns zu Hause versteckt sind. Ich untersuchte die Zutatenlisten der Lebensmittel und habe herausgefunden, welche Produkte vegan sind und welche nicht.

Dann tauchte schon wieder die nächste Frage auf. Was ist mit Produkten, auf denen Sätze wie „Kann Spuren von Milch und Eiern enthalten“ geschrieben stehen? Und wieder zum WWW und nachlesen. Es dauerte nicht lange, bekam ich die Entwarnung: Der Hinweis „Kann Spuren von Milch und Eiern enthalten“ ist lediglich eine Kennzeichnung von Allergenspuren und dient der rechtlichen Absicherung – das Produkt ist mit einer rein pflanzlichen Zutatenliste also trotzdem vegan!

Die Frage „Wohin nun aber mit den Lebensmitteln, die tierischer Herkunft sind“, stellte sich bei mir nicht, da ich ja Endverbraucher habe. Mein Ziel war es nun, Alternativen anzubieten. Meiner Familie die Möglichkeit zu zeigen, dass es auch anders geht … gesünder. Ohne auf Geschmack zu verzichten.

Einmal im Monat führe ich eine Vorratsinventur durch. D.h. wir haben für den Fall der Fälle Lebensmittel & Co. für ca. ein Monat zu Hause. Und damit uns keine Lebensmittel schlecht werden, kontrolliere ich sie regelmäßig und ergänze die Vorräte nach unseren Vorlieben. Nachdem dieser Vorratscheck wieder anstand, habe ich gleich mal die Gelegenheit beim Schopf gepackt und versank dann beim Einkaufen mal in den Tiefen der Geschäftsgänge und -regalen. Alle tierischen Produkte wurden von pflanzlichen Alternativen abgelöst. Hochinteressant war diese Reise. Ich war überwältigt von den Angeboten im Supermarkt. Es war echt möglich Alternativen zu finden. Jetzt heißt es zuhause ausprobieren und die Geschmacksknospen testen. Denn eines habe ich schon herausgefunden. Nicht jede Veggie-Alternative schmeckt mir. Da verzichte ich lieber ganz darauf.

Die 10 Regeln der veganen Ernährung.

Nährstoffe, die nur über tierische Lebensmittel in meinen Körper gelangen

Das war die Nächste Challenge. Ich bin immer gerne für alle Gegebenheiten vorbereitet. Auch auf Fragen wie … „Ja und wie machst du das mit dem B12 und dem Omega 3 usw.?“

Das ist eine berechtigte Frage. Doch sind wir uns mal ehrlich. Diese ganzen tierischen Nährstoffe, die so wichtig sind … werden die noch von den Tieren selber produziert oder bekommen sie diese zugefüttert? Welche Tierhaltung ist notwendig, damit diese Stoffe produziert werden können?

Da kann ich sie mir auch gleich selber supplementieren. Nahrungsergänzungsmittel sind in aller Munde. Und wenn ich auf die Inhaltsstoffe achte, kann nicht viel schief gehen, oder? Herauszufinden, wo Vitamin B12, Omega 3 oder Vitamin D auf pflanzliche Art und Weise vorhanden ist, hat zwar eine Weile gedauert, doch ich wurde fündig. Um hier keine Werbung zu machen, kannst du mir gerne ein Mail schreiben. Ich schicke dir gerne eine Liste meiner Produkte zu. Darauf solltest du achten.

Die Lust am Kochen gefunden

Mit dem Umdenken meiner Ernährung schlich sich auch die Freude am Kochen ein. Das kam so ganz heimlich, still und leise. Erst unlängst nahm ich bewusst wahr, dass ich bei Herd stehe und ganz langsam in aller Ruhe den Risottoreis kochte. Ich stand so da und schaute ihn beim Blubbern zu. Kein Bedürfnis inzwischen etwas anderes zu tun. Nein, einfach dastehen (genauer gesagt am Herd lehnend) und den Reis umrühren, damit er nicht anbrennt.
Gewürze waren für mich stets ein rotes Tuch. Zuviel von dem, Zuwenig von dem … ein Horror. Also hab ich es gleich bleiben lassen und reduzierte mich auch Salz, Pfeffer und Suppenwürze. Wow, … sehr kreativ! Mit meinen neuen Rezepten gehört das jetzt der Vergangenheit an. Ich habe das Kochen für mich neu entdeckt. Alle vierzehn Tage bin ich im Kindergarten mit der Jause dran. Und da überlege ich mir schon Tage davor wie ich meine Kolleginnen kulinarisch verwöhnen kann. Bis jetzt hat’s ihnen geschmeckt, meine vegane Kochkunst, denn danach wurden die Rezepte ausgetauscht.

Danke an dich, danke, dass du dir meine Gedanken hier durchgelesen hast. Falls du Themenwünsche oder Fragen hast, schicke gerne ganz einfach ein E-Mail an mich.

Sonnige Grüße, Alexandra

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